Das Backhaus

Das historische Backhaus auf unserem Hof wurde von Anna Maria Gudehus aus Hambühren als Mitgift zur Eheschließung mit Johann Conrad Wietfelt im Jahre 1747 gebaut und über 200 Jahre betrieben. Im Arbeitsraum vor dem Backofen wurde der Teig in großen Holztrögen zubereitet. Gebacken wurde in regelmäßigen Abständen von 3 bis 4 Wochen. An solchen Backtagen wurde die Brennkammer des Ofens 5 bis 6 Stunden mit Holz befeuert. Der Rauch entwich dann durch die Backöffnung sowie die Rauchabzüge aus dem Backraum und strömte über die Esse in den Schornstein. So war der Arbeitsraum beheizt, aber nahezu rauchfrei. Der Teig konnte in der Wärme gehen und auch in den Wintermonaten herrschte eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Mit der Verbreitung der Elektrizität im 20. Jahrhundert nutzte die moderne Hausfrau den Elektroherd in der Hausküche, so dass aus dem Backhaus ein Gartenhaus wurde. 1987 wurde das Backhaus unter fachmännischer Anleitung des Denkmalpflegers der Stadt Celle, Michael Hildt, in Eigenarbeit und mit tatkräftiger Hilfe von vielen Freunden und Bekannten restauriert. Dass die anschließende Einweihungsfeier unter den Obstbäumen vor dem alten Backhaus mit frisch gebackenem Brot und warmem Butterkuchen den betrieblichen Wandel von der Landwirtschaft zur Gastronomie eingeleitet hat, war damals Niemandem von uns bewusst.

Zunächst haben wir in den Sommermonaten kleine Geburtstagsfeiern für Freunde und Bekannte ausgerichtet. Die Speisen wurden im Backhaus gebacken und in der Hofküche von uns zubereitet. Von dem Erfolg dieser Feiern selbst überrascht, haben wir die Häckselscheune entrümpelt und nach und nach zum Veranstaltungsraum umgestaltet.

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