Die neue Diele

Direkt an die Häckselscheune wurde im 19. Jahrhundert eine zweite Fachwerkscheune angebaut, die ursprünglich als Stall genutzt worden ist. In den letzten 80 Jahren waren hier zeitweise Hühner und Jungbullen untergebracht. Die Scheune diente aber auch als Lager für Dünger, als Abstellraum, Treckergarage oder Heuhotel. Ihre Nutzung wurde ständig mit einfachen Mitteln an die betrieblichen Bedürfnisse auf dem Hof angepasst, so dass wir uns im Jahr 2000 entschlossen haben, das baufällige Gebäude schrittweise zu restaurieren.

Die maroden Holzbalken der Fachwerkwände wurden ersetzt, dazu wurden alle Ziegelsteine behutsam aus den Fächern herausgestemmt, abgeputzt und neu vermauert. Durch die Kombination von weiß verputzten Innenwänden, modernen Lampen und Edelstahl mit der historischen Balkendecke, den Fachwerkwänden und den Lärchendielen, ist ein Raum entstanden, der Altes und Neues harmonisch miteinander verbindet.

Der Tresen ist aus Sandsteinplatten aufgebaut, die über mehrere Jahrhunderte als Brunnen auf dem Hof der Familie Segner in Westercelle in der Erde vergraben waren. Auf dem alten Küchenherd, der gleichzeitig Zentrum und Heizquelle des Raumes ist, dampft im Winter der Calvadospunsch und auch im Sommer das eine oder andere Süppchen. An den schlichten, selbstgebauten Eichentischen finden bis zu 40 Gäste Platz zum Feiern, Klönen und Entspannen.

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